Villa Wartenfels


Villa Wartenfels, 1871 (1892)
Pörtschach, Sekull
Architekt: N.N.
Bauherr: Baron Karl von Spinetti (Umbau Alexander Göschl 1892 nicht gesichert)

1871 Erbaut von Baron Karl von Spinetti
1891 Maria Gotham de Agathe (geb. Freiin von Spinetti)
1892 Alexander Göschl
1917 erwarb Philipp Knoch das Anwesen, das sich bis heute im Besitz der Familie befindet.

Gartenansicht, Foto 2025

Die Villa Wartenfels befindet sich in einem sehr guten bautechnischen Zustand. Sie ist im Privatbesitz der Nachfahren der Familie Knoch und wird von diesen bewohnt. Die Villa befindet sich in erhöhter Lage am Hügel von Sekull. In den Sommermonaten ist sie von der Straße aus größtenteils durch Bäume verdeckt. Von der Villa aus bietet sich ein weiter Blick über die Bucht von Pörtschach. Nach Osten reicht die Aussicht bis nach Maria Wörth und über die Westbucht von Pörtschach hinaus in Richtung Sekirn, nach Westen bis nach Schiefling.

Villa Wartenfels in Sekull, Foto 2010

Das Grundstück wurde im Jahr 1892 von Alexander Göschl erworben, Mitinhaber der k.u.k. Photochemigraphischen Hof-Kunstanstalt Carl Angerer & Göschl in Wien. Auch sein Geschäftspartner Carl Angerer besaß eine Villa in Pörtschach. Möglicherweise gab es einen Umbau 1892 von Architekt Alexander Graf, der Erbauer der Volksoper in Wien. Derselbe baute das "Angerer-Schlössl" in Pörtschach und publizierte 1898 eine "Villa Göschl in Pörtschach"


C. Angerer & Göschl
K.u.k. Photo-chemigraphische Hof-Kunstanstalt
Todesanzeige Alexander Göschl, 14. August 1900, Villa Wartenfels.

Die im Jahr 1870 gegründete Firma Carl Angerer & Göschl spezialisierte sich auf fotografische Halbtonätzungen, insbesondere für farbige Buchillustrationen. Zum Einsatz kamen dabei eigens entwickelte, patentierte Verfahren. Die Anstalt produzierte hauptsächlich Buchdruckklischees für den Schwarz- und Farbdruck. Um 1898 beschäftigte das Unternehmen etwa 250 Mitarbeiter. Alexander Göschl stirbt 1900 im Alter von 52 Jahren in Pörtschach.